Warum der Augeninnendruck mehr Aufmerksamkeit verdient
In Deutschland wird empfohlen, den Augeninnendruck ab etwa 40 Jahren kontrollieren zu lassen – insbesondere, wenn Risikofaktoren vorliegen.
Wichtig ist dabei: Ein erhöhter Augeninnendruck kann ein Hinweis auf ein Glaukom (Grüner Star) sein, muss aber nicht zwangsläufig dazu führen. Umgekehrt kann ein Glaukom auch bei normalem Augeninnendruck auftreten.
Wer versteht, welche Werte bei einer Messung erfasst werden, warum Beschwerden häufig ausbleiben und weshalb die Ergebnisse stets im Gesamtzusammenhang betrachtet werden sollten, kann fundiertere Entscheidungen treffen.
Inhalt
- Was der Augeninnendruck eigentlich beschreibt
- Warum man davon oft nichts merkt
- Ein Messwert, der erklärt werden muss
- Wann eine Messung sinnvoll sein kann
- Was bei der Einordnung wichtig ist
- Wie bei Optik Friedauer GmbH der Augeninnendruck gemessen wirddarüber gesprochen wird
- Beratung und Kontakt
- Gut zu wissen: Für wen das Angebot gedacht ist
- Einzugsgebiet & Service-Bereich
Was der Augeninnendruck eigentlich beschreibt
Der Augeninnendruck ist der Druck, der im Inneren des Auges durch das Gleichgewicht zwischen Bildung und Abfluss des Kammerwassers entsteht. Er hilft dabei, die Form und Stabilität des Auges zu erhalten. Ist er dauerhaft zu hoch, kann er den Sehnerv schädigen und das Risiko für ein Glaukom (Grüner Star) erhöhen. Da ein erhöhter Augeninnendruck meist keine Beschwerden verursacht, ist eine regelmäßige Kontrolle wichtig.
Warum man davon oft nichts merkt
Das Tückische am Augeninnendruck ist, dass man einen erhöhten Wert in der Regel nicht spürt. Anders als bei vielen anderen körperlichen Veränderungen verursacht er meist weder Schmerzen noch ein deutliches Druckgefühl. Das liegt daran, dass der Augeninnendruck selbst keine zuverlässigen Warnsignale auslöst, selbst wenn er über längere Zeit erhöht ist. Deshalb können Veränderungen unbemerkt bleiben, obwohl sie den Sehnerv belasten und langfristig das Sehvermögen gefährden können.
Das ist kein Grund zur Sorge, aber ein guter Grund, die Augenvorsorge ernst zu nehmen. Regelmäßige Kontrollen helfen dabei, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und die Messwerte richtig einzuordnen. Denn entscheidend ist nicht nur ein einzelner Messwert, sondern auch, wie er sich im Verlauf entwickelt und welche weiteren Befunde vorliegen.
Ein Messwert, der erklärt werden muss
Ein Messwert allein sagt noch nicht alles aus. Damit der Augeninnendruck richtig beurteilt werden kann, müssen auch mögliche Einflussfaktoren berücksichtigt werden. Dazu gehören beispielsweise der Konsum von Kaffee und anderen koffeinhaltigen Getränken, Nikotin, körperliche Anstrengung und die Tageszeit der Messung. Auch die individuelle Ausgangssituation und weitere Befunde spielen eine Rolle. Deshalb sollte ein erhöhter oder auffälliger Wert nicht isoliert betrachtet, sondern immer im Zusammenhang eingeordnet werden. Erst so lässt sich besser beurteilen, was das Messergebnis tatsächlich bedeutet und ob weitere Kontrollen sinnvoll sind.
Wann eine Messung sinnvoll sein kann
Da ein erhöhter Augeninnendruck meist keine Beschwerden verursacht, ist eine regelmäßige Kontrolle sinnvoll. Für Menschen ohne bekannte Risikofaktoren kann eine Messung etwa alle zwei Jahre eine Orientierung bieten. Bei erhöhtem Risiko können frühere und häufigere Kontrollen notwendig sein – abhängig von der ärztlichen Einschätzung.
Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen ein Glaukom (Grüner Star) in der Familie, Diabetes und eine starke Kurzsichtigkeit. Auch mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, dass der Abfluss des Kammerwassers schlechter funktioniert. Ein enger Kammerwinkel kann den Abfluss zusätzlich beeinträchtigen. Ebenso kann eine längerfristige Behandlung mit Kortison, beispielsweise durch Augentropfen oder Tabletten, den Augeninnendruck erhöhen.
Wichtig: Bei akuten Warnzeichen nicht abwarten. Treten plötzlich starke Augen- oder Kopfschmerzen, ein gerötetes Auge, verschwommenes Sehen, Farbringe um Lichtquellen oder Übelkeit auf, sollte sofort eine Augenklinik aufgesucht werden. Diese Symptome können auf einen akuten Glaukomanfall hinweisen, der unbehandelt innerhalb kurzer Zeit das Sehvermögen gefährden kann.
Was bei der Einordnung wichtig ist
Der Augeninnendruck sollte immer im Zusammenhang betrachtet werden. Ein einzelner Messwert sagt noch nicht alles darüber aus, ob der Druck unauffällig ist oder genauer kontrolliert werden sollte. Wichtig ist deshalb, ob frühere Messwerte vorliegen, ob sich der Augeninnendruck im Laufe der Zeit verändert hat und ob weitere Untersuchungen empfohlen wurden. Auch die persönliche Augengesundheit spielt bei der Beurteilung eine wichtige Rolle.
Erst wenn alle diese Informationen berücksichtigt werden, lässt sich der Messwert besser verstehen und einordnen. So können mögliche Auffälligkeiten frühzeitig erkannt und die nächsten Schritte sinnvoll geplant werden. Entscheidend ist, die Ergebnisse verständlich zu erklären und nicht vorschnell zu bewerten. Denn eine gute Einschätzung braucht mehr als nur eine Zahl.
Wie bei Optik Friedauer GmbH der Augeninnendruck gemessen wird
Bei Optik Friedauer messen wir den Augeninnendruck mit einem sogenannten Non-Contact-Tonometer. Das bedeutet, dass die Messung berührungslos erfolgt. Ein kurzer, gezielter Luftimpuls erfasst den Augeninnendruck, ohne dass das Messgerät das Auge berührt. Das Verfahren ist schnell, schmerzfrei und kommt ohne direkten Kontakt mit der Hornhaut aus.
Warum ist die Hornhautdicke wichtig?
Für eine möglichst aussagekräftige Beurteilung wird auch die Hornhautdicke gemessen. Sie kann das Ergebnis der Augeninnendruckmessung beeinflussen: Eine dickere Hornhaut kann zu höheren, eine dünnere Hornhaut zu niedrigeren Messwerten führen. Deshalb ist es wichtig, die Hornhautdicke bei der Einordnung des gemessenen Augeninnendrucks zu berücksichtigen. So lässt sich das Ergebnis besser verstehen.
Zusätzliche Einblicke durch ein Netzhautscreening
Ergänzend kann bei Optik Friedauer ein Netzhautscreening durchgeführt werden. Dabei werden Bilder des Augenhintergrunds aufgenommen. Besonderes Augenmerk gilt der Papille, der Stelle, an der der Sehnerv das Auge verlässt. Veränderungen an dieser Stelle können Hinweise auf mögliche Auffälligkeiten geben.
Im Rahmen des Screenings kann die Papille zusätzlich mithilfe einer KI-gestützten Auswertung beurteilt werden. Diese Analyse kann dabei helfen, auffällige Merkmale zu erkennen. Sie ersetzt jedoch keine augenärztliche Untersuchung und stellt allein keine Diagnose.
Unser Ziel ist es, Messwerte und zusätzliche Untersuchungsergebnisse verständlich einzuordnen. So können mögliche Auffälligkeiten frühzeitig erkannt und bei Bedarf weitere augenärztliche Untersuchungen empfohlen werden.
Und genau darum geht es: die eigenen Messwerte besser zu verstehen, mögliche Auffälligkeiten richtig einzuordnen und zu wissen, wann weitere Untersuchungen sinnvoll sind. Denn wer gut informiert ist, kann gemeinsam mit den richtigen Ansprechpartnern die nächsten Schritte planen – ruhig, bewusst und mit einem guten Gefühl.
Beratung und Kontakt
Wenn Sie eine Augeninnendruckmessung besser einordnen möchten oder sich grundsätzlich zu Augengesundheit und Sehen beraten lassen wollen, nehmen Sie gern Kontakt auf.
Optik Friedauer GmbH
Berger Str. 189
60385 Frankfurt am Main
Telefon: +49 69 458282
Website: https://www.optik-friedauer.de
Gut zu wissen: Für wen das Angebot gedacht ist
Augenoptik, Brille, Kontaktlinsen, Augeninnendruckmessung, Augenscreening, Sehprofiler, Bestimmung der individuellen Glasstärke, Korrektion von Winkelfehlsichtigkeit, handgefertigte Brillen, vergrößernde Sehhilfen, Kontaktlinsenspezialist, Beratung zu Sehen und Augengesundheit, Anpassung und Nachbetreuung
Einzugsgebiet & Service-Bereich
Frankfurt am Main, Bornheim, Nordend, Ostend, Innenstadt, Sachsenhausen, Bockenheim, Eschersheim, Bad Vilbel, Offenbach am Main
FAQ
Warum ist der Augeninnendruck wichtig?
Der Augeninnendruck beschreibt den Druck im Auge, der durch das Gleichgewicht von Kammerwasser-Bildung und -Abfluss entsteht. Ein dauerhaft erhöhter Augeninnendruck kann den Sehnerv belasten und das Risiko für ein Glaukom (Grüner Star) erhöhen.
Ab wann sollte man den Augeninnendruck kontrollieren lassen?
In Deutschland wird empfohlen, den Augeninnendruck ab etwa 40 Jahren regelmäßig kontrollieren zu lassen. Bei Risikofaktoren wie Glaukom in der Familie, Diabetes, starker Kurzsichtigkeit oder längerer Kortison-Behandlung können frühere und häufigere Kontrollen sinnvoll sein.
Spürt man einen erhöhten Augeninnendruck?
Ein erhöhter Augeninnendruck verursacht meist keine Beschwerden. Gerade weil Schmerzen oder Druckgefühl oft ausbleiben, ist die regelmäßige Augenvorsorge wichtig, um Auffälligkeiten früh zu erkennen.
Reicht ein einzelner Augeninnendruck-Wert für die Beurteilung aus?
Nein, ein einzelner Messwert sagt wenig aus. Augeninnendruck-Werte müssen immer im Gesamtzusammenhang bewertet werden, zum Beispiel mit Blick auf Tageszeit, körperliche Anstrengung, Koffein, Nikotin, Hornhautdicke und den Verlauf früherer Messungen.
Kann man ein Glaukom auch bei normalem Augeninnendruck haben?
Ja, ein Glaukom kann auch bei normalem Augeninnendruck auftreten. Umgekehrt bedeutet ein erhöhter Augeninnendruck nicht automatisch, dass ein Grüner Star vorliegt.
Wie wird der Augeninnendruck bei Optik Friedauer gemessen?
Bei Optik Friedauer GmbH in Frankfurt am Main wird der Augeninnendruck mit einem berührungslosen Non-Contact-Tonometer gemessen. Die Messung erfolgt schnell, schmerzfrei und wird durch die Berücksichtigung der Hornhautdicke aussagekräftiger eingeordnet.
Wann ist bei Augenbeschwerden sofortige Hilfe nötig?
Bei plötzlich starken Augen- oder Kopfschmerzen, gerötetem Auge, verschwommenem Sehen, Farbringen um Lichtquellen oder Übelkeit sollte sofort eine Augenklinik aufgesucht werden. Solche Symptome können auf einen akuten Glaukomanfall hinweisen.